KI-Integration in bestehende Software

materium software baut KI als Funktion in die Programme ein, die schon laufen, und dockt sie per Schnittstelle an. Drei Dinge kommen dabei am häufigsten vor: Dokumente und Belege automatisch auslesen, verstreutes Wissen durchsuchbar machen, und Sprache oder Freitext in saubere Datensätze verwandeln. Die vorhandene Software bleibt und bekommt eine Fähigkeit dazu. So lässt sich KI nachrüsten, ohne das System zu wechseln.

Ob das im konkreten Fall trägt, klärt ein Machbarkeits-Sprint an echten Daten, bevor gebaut wird, und er endet mit etwas Lauffähigem.

Für wen und wann

Wann gehört KI in die vorhandene Software?

Die Daten stecken in Dokumenten

Lieferscheine, Rechnungen oder Prüfprotokolle kommen als PDF oder Foto und werden von Hand ins System getippt.

Das Wissen steckt in Ordnern

Antworten auf wiederkehrende Fragen liegen in Handbüchern, Mails und Altprojekten. Finden kann sie nur, wer weiß, wo er suchen muss.

Die vorhandene Software kann es nicht

Die eingesetzte Standardsoftware hat die Funktion nicht, und auf der Roadmap des Herstellers steht sie auch nicht.

Ausprobiert ja, im Alltag nein

Jemand im Haus hat es mit einem KI-Chat getestet, und das Ergebnis sah gut aus. Nur läuft es dort neben dem System: ohne eure echten Daten, ohne Zugriffsrechte, und am Ende landet nichts davon im Programm, mit dem gearbeitet wird.

Lösungsmuster

Zwei Muster, die wir am häufigsten bauen.

Dokumenten- und Beleg-KI

auslesen · prüfen · per Schnittstelle übergeben

Belege werden ausgelesen und übergeben: Kopfdaten, Positionen, Zuordnung. Was die Erkennung nicht sicher entscheidet, landet in einer Prüfansicht statt ungeprüft im System.

Beleg: Machbarkeits-Sprint auf 9 echten Lieferscheinmustern mit 373 Positionszeilen, Verarbeitung 0,17 € insgesamt oder rund 2 Cent je Beleg. Softwarehersteller Lagerlogistik, Juli 2026. Kein Produktivergebnis.

Der ganze Fall, mit Messung und Grenze:

Den ganzen Fall lesen

Wissensassistenten

Suche über eigene Unterlagen, Mandanten getrennt

Handbücher, Protokolle und Altprojekte werden durchsuchbar, mit Antworten, die ihre Quelle mitnennen. Mehrere Mandanten bleiben sauber voneinander getrennt.

Beleg: zwei Mandanten aufgeschaltet und abgenommen, Isolationstests bestanden, technischer Dienstleister. Seit Juli 2026 archiviert, Daten erhalten. Keine Wirkungszahl gemessen.

Produktiv
läuft im Tagesgeschäft
Produktiv · Pilot
läuft, aber begrenzt
Machbarkeit getestet
geprüft, noch nicht im Betrieb
Was wir konkret bauen

Was wird in der Praxis daraus?

Fünf Ausprägungen, die in den Projekten von materium software immer wieder vorkommen.

Belegerkennung im Bestandssystem

Lieferscheine, Rechnungen oder Protokolle werden ausgelesen und per Schnittstelle übergeben. Unsichere Fälle gehen in eine Prüfansicht.

Wissenssuche über eigene Unterlagen

Eine Suche, die Handbücher, Protokolle und Mails erschließt und zu jeder Antwort die Quelle mitliefert.

Sprache und Freitext zu Datensätzen

Eine Sprachnachricht oder Notiz wird zum strukturierten Eintrag im Zielsystem. So laufen die Sprachrapporte bei Elektrotechnik Wagner.

KI-Funktion als Modul für Softwarehersteller

Ein Feature für das eigene Produkt, angedockt an die vorhandene Architektur und betriebsbereit übergeben.

Abläufe mit einem KI-Schritt darin

Ein wiederkehrender Ablauf, bei dem an genau einer Stelle ein Modell aufbereitet oder vorsortiert. Der Rest bleibt normale Automatisierung.

Gebaut ist das alles schon:

Zu unseren umgesetzten Projekten
Der nächste Schritt

Eine KI-Idee im Kopf? Wir sagen, ob sie trägt.

30 Minuten am Telefon, danach eine Seite schriftliche Einschätzung. Dann wisst ihr, ob sich ein Machbarkeits-Sprint lohnt, und woran er scheitern könnte.

Erst Projekte ansehen

Häufige Fragen

Was zu KI im Bestand meist gefragt wird.

Was geht mit KI realistisch, und was nicht?

Gut geht, was ein Mensch aus einem Dokument oder Text herauslesen würde: Belege auslesen, Freitext strukturieren, in eigenen Unterlagen suchen. Schwierig wird es, wo eine Entscheidung juristisch oder finanziell nicht danebengehen darf. Dort bauen wir eine Prüfansicht ein, in der ein Mensch entscheidet. Ob euer Fall trägt, sagen wir nach dem Machbarkeits-Sprint an euren echten Daten. Ausführlich steht das im Artikel Was kann KI in bestehender Software wirklich?. Wann ein KI-Agent sinnvoll ist und wann ein fester Ablauf reicht, erklärt der Ratgeber KI-Agenten im Unternehmen.

Müssen unsere Daten dafür in die Cloud?

Nicht zwingend. Was wo verarbeitet wird, entscheiden wir pro Fall, je nach Datenart, Menge und Anforderung. Hosting in Deutschland, ein AV-Vertrag (der Vertrag, der regelt, wie wir mit euren Daten umgehen) und benannte Unterauftragnehmer. Die Details stehen auf Zusammenarbeit.

Wie genau erkennt so ein System?

Das hängt vor allem an euren Belegen. Deshalb nennen wir keine Pauschalquote. Ein Beispiel: Für einen Softwarehersteller haben wir neun echte Lieferscheine testweise auslesen lassen. Erkannt wurden rund 41 Zeilen je Beleg, die sonst jemand abtippt, für rund 2 Cent je Beleg. Das ist ein Wert aus einem Machbarkeitstest, noch keiner aus dem Betrieb. Im Sprint messen wir an euren Belegen, bevor gebaut wird. Der ganze Fall steht unter Lieferscheine automatisch erfassen.

Was passiert mit Fällen, die das System nicht sicher erkennt?

Die gehen in eine Prüfansicht und werden von einem Menschen entschieden. Diese Ansicht gehört fest zur Lösung.

Läuft das auch mit unserer alten Software?

Meistens ja. Gebraucht wird ein Weg hinein und hinaus: eine Schnittstelle, eine Datenbank, ein Verzeichnis, notfalls ein Import. Wo gar nichts davon existiert, sagen wir das im Erstgespräch, statt es im Projekt herauszufinden. Mehr dazu unter KI-Automatisierung: Schnittstellen & Systemintegration.

Frage nicht dabei? Stellt sie im Erstgespräch, die Antwort kommt schriftlich.

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Produktiv

Läuft im Tagesgeschäft des Kunden. Zahlen dazu stammen aus dem laufenden Betrieb.

Machbarkeit getestet

An echten Daten geprüft, aber noch nicht im Betrieb. Zeigt, dass es geht, nicht was es im Alltag bringt.