Ende August 2026 zog ein Hagelunwetter über die Schwäbische Alb und beschädigte in der Region reihenweise Photovoltaikanlagen. Für jede beschädigte Anlage braucht die Gebäudeversicherung denselben Nachweis: einen Kostenvoranschlag, der Modul für Modul aufführt, was der Schaden kostet. Der Betrieb hat drei Beschäftigte. Die Anfragen kamen schneller herein, als Kostenvoranschläge herausgingen.
Der Aufwand steckte im Suchen:
- Welches PV-Modul liegt da überhaupt auf dem Dach?
- Wird es überhaupt noch gebaut?
- Und was kostet es heute?
Daran hängt die meiste Zeit. Module aus den Zehnerjahren stehen bei Händlern oft noch mit einem alten Listenpreis im Netz, sind dort aber längst als nicht lieferbar markiert. Wer den Preis einfach übernimmt, rechnet an der Wirklichkeit vorbei: Ersatzmodule kosten heute ein Vielfaches der alten Listen. Also weitersuchen, welches Modul statt dessen passt, und dabei Abmessungen, Rahmenhöhe und Leistung einzeln gegen das Datenblatt prüfen. Dazu Gerüst, Montage, Prüfung nach Norm. Der Betrieb rechnet für einen Kostenvoranschlag rund eine halbe Stunde.